Aktuelle Informationen

Dec 31

Eine neuer Therapieansatz bei Zwerchfellmuskelschwäche

Bei Lungenerkrankungen wie der COPD kann sich eine Schwäche der Zwerchfellmuskulatur entwickeln und die körperliche Leistungsfähigkeit erheblich einschränken. Es wurde in einer Studie mit 30 gesunden Probanden geprüft, wie sich die Gabe eines sogenannten Calciumsensibilisierers (in diesem Fall Levosimendan) nach hoher Belastung des Zwerchfells auswirkt. Dies führte unter Placebo zu einen 9%-igem Verlust der Muskelkraft, unter Levosimendan trat kein Abfall auf.

Die Studie zeigt einen interessanten Ansatz zum Erhalt der Atmungsmuskelleistung. Es fehlen aber noch Untersuchungen zur Wirkung bei Erkrankten, und zu kurz- und längerfristigen möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen. (Doorduin J et al. Amer J Resp Crit Care Med 2012; 185: 90-95)


Dec 17

Bronchiektasen und Salzwasserinhalation

Der Auswurf bei Patienten mit Bronchiektasen ist oft zäh. Eien englische Studie untersuchte, ob normale 0,9%-ige oder hypertone 7%-ige Kochsalzlösung zum Inhalieren besser wirken. Bei 32 Patienten im Alter von um Mittel 57 Jahren besserten sich nach 4-wöchiger Inhalation der hypertonen Lösung die Einsekundenkapazität um 15%  (vs. 1% bei 0,9%-NaCl), und die Vitalkapazität um 11 % (vs. 0,7%). Auch waren im Jahresverlauf weniger häufig Antibiotika notwendig (2,4 vs. 4,9 x), die Anzahl der Klinik-Notaufnahmen war geringer (1,2 vs. 2,1).  (Kellett F et al. Resp Med 2011;105:1831-1835)


Dec 16

Gewichtsabnahme hilft bei Schlafapnoe - auch längerfristig

63 Männer im Alter von 30-65 Jahren mit einem Body Mass Index (BMI) zwischen 30-40 kg/m² und Schlafapnoe unter CPAP-Therapieführten erhielten für 9 Wochen eine Diät mit sehr niedriger Kalorienzufuhr und danach wieder normales Essen. Der Apnoe-Hypopnoe-Index nahm von 36/h auf 15/h ab, das Gewicht verminderte sich um im Mittel 18 kg. 

Nach einem Jahr lag der AHI bei 19/h, und das Gewicht nach 12 kg niedriger verglichen mit den Ausgangswerten. Vor allem Patienten mit schwerer Schlafapnoe proftierten am meisten. 30 von 63 benötigten kein CPAP mehr. (Johansson K et al. BMJ 2011; 342 doi: 10.1136/bmj.d3017)


Je schwerer die COPD, desto häufiger sind Bronchiektasen

Zweiundneunzig Patienten mit COPD wurden mittels HR-TCT mit der Frage untersucht, ob Bronchiektasen vorhanden waren. 53 Pateinten hatten Bronchiektasen, besonders häufig diejenigen mit schwerer bstruktion (3,87-faches Vorkommen), mit pathogenen Keimen im Auswurf (3,59-fach), und bei mindestens einem Krankenhausaufenthalt im letzten Jahr (3,07-fach). Martinez-Garcia MA et al. Chest 2011;140:1130-1137


CPAP bessert das metabolische Syndrom

Ein metabolisches Syndrom (hoher Blutdruck, hohe Blutfette/Cholesterinwerte, Insulinresistenz, Fettleibigkeit im Bauchbereich) haben etwa 3/4 aller Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe. Bei 86 Patienten mit Schlafapnoe im Alter von im Mittel 45 Jahren und einem Body-Mass-Index von im Mittel 32 kg/m² wurden Meßwerte eines metabolischen Syndroms (Blutdruck, Nüchternblutzucker, Insulinresistenz, Blutfette, HbA1, Intima-Media-Dicke der Aa. carotes, Bauchfett) nach jeweils 3 Wochen CPAP-Therapie mit effektivem Druck und nach 3 Wochen mit zu niedrigem Druck (=Placebo) ermittelt. Ein effektiver Druck führte zu im Mittel 3,9 mmHg geringeren systolischen und 2,5 mmHg niedrigeren diastolischen Blutdruckwerten, das LDL-Cholsterin war 9,6 mg/dl vermindert, die Triglyzeride lagen 18,7 mg/dl niedriger, und das HbA1 fiel um 0,2%. Unter effektivem CPAP erfüllten 1% der Patienten (1 von 86) die Kriterien des metabolischen Syndroms, unter Placebo-CPAP aber 13% (11 von 86). Sharma SK et al. New Engl J Med 2011;365:2277-2286


Nächtliches Essen verschlechtert den Schlaf

Bei 52 Personen im Alter um 28 Jahre wurden Schlafparameter über 3 Nächte im Schlaflabor ermittelt, und mit der Kalorienzahl und dem Esszeitpunkt in Verbindung gebracht. Je kalorienreicher und v.a. je fettreicher gegessen wurde, desto schlechter war die Schlafeffizienz und desto länger war die Schlaflatenz. (Crispin CA et al. J Clin Sleep Med 2011;7:659-664)


Dec 3

Obstruktive Schlafapnoe und körperliche Fitness

Dreiundvierzig Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren mit Übergewicht, Bewegungsmangel und einem Apnoe-Hypopnoe-Index > 15/h führten über 12 Wochen 4x/Woche Belastungstraining oder 2x/Woche Dehnungsübungen durch. Der Apnoe-Hypopnoe-Index verminderte sich in der Gruppe mit Belastungstraining von 32.2 ± 5.6 auf 24.6 ± 4.4/H in der Gruppe mit Dehnungsübungen von 24.4 ± 5.6 auf 28.9 ± 6.4/h.

Training und Belastungsübungen sind auf jeden Fall gut, aber nicht ausreichend als alleinige Therapie der obstruktiven Schlafapnoe. (Kline CE; Crowley EP; Ewing GB; Burch JB; Blair SN; Durstine JL; Davis JM; Youngstedt SD. The effect of exercise training on obstructive sleep apnea and sleep quality:a randomized controlled trial. SLEEP 2011;34(12):1631-1640)


CPAP vermindert Schmerzempfindung

Bei 12 Männern im Alter von im Mittel 50 Jahren mit schwergradiger obstruktiver Schlafapnoe (Apnoe-Hypopnoe-Index 51/h) wurde vor und unter einer CPAP-Therapie die Reaktion auf (durch Hitze ausgelöste) Schmerzreize geprüft. Unter CPAP wurden Schmerzen 40% länger toleriert, nach 2 Tagen ohne CPAP war die Empfindlichkeit wieder wie vorher. (Khalid I; Roehrs TA; Hudgel DW; Roth T. Continuous positive airway pressure in severe obstructive sleep apnea reduces pain sensitivity. SLEEP 2011;34(12):1687-1691)  


Nov 28

Schlafapnoe, CPAP und Gehirnveränderungen

Siebzehn Patienten mit Schlafapnoe wurden mit 15 Kontrollpersonen verglichen. Bei einer Schlafapnoe war die graue Substanz des Gehirnes im linken Hippocampus, linken hinterem Schläfenbereich und rechts frontal vermindert, zugleich Gedächtnisleistungen eingeschränkt. Nach 3 Monaten CPAP-Nutzung hatte die graue Substanz im Hippocampus und vorn zugenommen. und die Gedächtnisleistungen waren besser. (Cabessa N et al. Amer J Respir Crit Care Med 2011;183;1419-1426)


Aortenaneurysmen und Schlafapnoe

Von 127 Patienten mit bekanntem Aortenaneurysma hatten 40% einen Apnoe-Hypopnoe-Index größer 10/Stunde. Die mittlere Größenzunahme lag bei den Patienten mit Schlafapnoe und einem Index größer 30/Stunde bei 2,9 mm/Jahr verglichen mit 1,2 mm/Jahr bei Personen ohne Schlafapnoe. (Mason RH et al. Am J Respir Crit Care Med 2011;183;668-674).


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